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Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter/Väter und Kinder vor dem Aus

Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Eltern & und Kliniken fordert vom Gesetzgeber deutliche Nachbesserungen.

„Das ruiniert uns!“ Otto Wagner, Geschäftsführer der Kliniken der Arbeitsgemeinschaft Eltern & Kliniken fordert vom Gesetzgeber deutliche Nachbesserungen.

Neuhaus am Inn.

Die notwendigen Schutz- und Präventionsmaßnahmen durch die andauernde Corona-Pandemie trifft auch das niederbayerische Klinik-Unternehmen „Arbeitsgemeinschaft Eltern & Kind Kliniken“ aus Neuhaus am Inn bis ins Mark und stürzt es in eine tiefe wirtschaftliche Krise.

Deutschlands größter privater Anbieter für Mutter/Vater und Kind Kuren musste aufgrund behördlicher Anordnungen seine 12 Kliniken in vier Bundesländern schließen. Über 1.400 Ärzte, Therapeuten, Pädagogen und anderes Klinikpersonal mussten in die Kurzarbeit geschickt werden, Einnahmen fallen aufgrund der zwangsweisen Schließung komplett aus.

Hoffnung auf ein Überleben der Eltern-Kind-Kliniken setzte Arbeitsgemeinschaft-Geschäftsführer Otto Wagner auf das jetzt im Bundestag beschlossene milliardenschwere Sozialschutzpaket. Doch Fehlanzeige: Ausgerechnet die gesundheits-, sozial- und familienpolitisch wichtigen Eltern-Kind-Kureinrichtungen hat Gesundheitsminister Jens Spahn aus dem Paket explizit ausgeschlossen. „Das ruiniert uns“, ist Wagner entsetzt über diese Entscheidung.

Ausdrücklich begrüßt Arbeitsgemeinschaft-Geschäftsführer Wagner die beschlossenen Schutzmaßnahmen für das Gesundheitswesen, nur so sei die soziale Infrastruktur überhaupt aufrechtzuerhalten. Dass aber gerade die Eltern-Kind-Einrichtungen von diesen Schutzmaßnahmen vom Gesundheitsministerium ausgeklammert werden sollen, trifft bei Wagner auf Unverständnis. „Das ist mir unerklärlich. Das gefährdet nicht nur die Existenz unseres Klinik-Unternehmens, sondern wird tiefgreifende Veränderungen in der Versorgungsstruktur am Ende der Corona-Krise nach sich ziehen.“, sagt Wagner. Denn er glaubt kaum, dass ohne staatliche Hilfsmaßnahmen die Mutter/Vater-Kind-Kliniken und somit auch die zwölf ARGE-Kliniken überlebensfähig bleiben. Das gefährde nicht nur vor allem Frauenarbeitsplätze, sondern führt am Ende dazu, dass es genau dann diese gesellschaftspolitisch wertvollen Vorsorge- und Reha-Einrichtungen nicht mehr geben wird, wenn sie am dringendsten gebraucht werden – nämlich nach der Corona-Krise.

Über 50.000 Mütter, Väter und Kinder nehmen pro Jahr in einer der Arbeitsgemeinschaft-Kliniken zwischen Ostsee und Alpen eine Kur in Anspruch. Eine solche Kur ist eine gesetzliche Pflichtleistung und dient dazu, Familien in ihrer Gesamtheit nachhaltig zu stärken. Vor allem oft überforderte Alleinerziehende nehmen an einer solchen Maßnahme teil, um gestärkt in den Alltag zurückzukehren.

Nicht mal zwei Monate, so schätzt Arbeitsgemeinschaft-Geschäftsführer Wagner, könne sein Klinik-Unternehmen ohne Patientinnen und Patienten und ohne die damit verbundenen Einnahmen seitens der Krankenkassen überleben. Er fordert daher schnellstens Nachbesserungen beim Sozialschutzpaket und vor allem auch die Aufnahme der Einrichtungen nach § 111 a SGB V unter diesen Schutzschirm, so wie andere Reha-Einrichtungen aus dem Sozialbuch-Paragrafen 111 auch aufgenommen wurden. Hier Eltern-Kind-Kliniken explizit auszugrenzen, obwohl dieser Bereich in den Erstberatungen und Arbeitspapieren miterfasst war, dann aber vom Gesundheitsministerium gestrichen wurde, hält Wagner für falsch und fatal: „Deutschland braucht auch weiterhin diesen wichtigen Beitrag zur Prävention und Rehabilitation, zur Stabilität der Familien und vor allem der Gesundheit von Müttern, Vätern und ihrer Kinder. Dafür tragen unsere Einrichtungen Sorge und Verantwortung – und das würden wir auch in Zukunft von ganzem Herzen und mit vollem Einsatz tun.“

 

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