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Presseberichte

Herausgeber/Quelle: Arbeitsgemeinschaft Eltern & Kind Kliniken
04.02.2005: Immer mehr Kinder kämpfen mit dem Gewicht


Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen stellt in Deutschland ein wachsendes Problem dar. Wie in vielen anderen Ländern Europas und der Welt ist der Anteil der übergewichtigen Kinder hier im Verlauf der letzten zwanzig Jahre stark angestiegen. In manchen Regionen hat bereits jedes fünfte Kind Übergewicht und beinahe jedes zehnte Schulkind ein so ungesund hohes Körpergewicht, daß die Diagnose Adipositas (Fettsucht) gestellt werden muß. Bei den unliebsamen Fettpolstern handelt es sich keineswegs um ein rein kosmetisches Problem, das sich im Verlauf der Pubertät "verwächst".

Übergewicht ist kein Schönheitsfehler sondern eines der schwersten Gesundheitsrisiken unseres modernen Lebens. Experten sprechen schon von einer Epidemie. Adipositas ist heute das am schnellsten wachsende Gesundheitsrisiko. Neue Untersuchungen zeigen zum Beispiel, daß stark übergewichtige Kinder ein deutlich erhöhtes Risiko haben, an Diabetes zu erkranken. Weitere schwerwiegende Folgeerscheinungen sind erhöhte Cholesterinwerte im Blut, Bluthochdruck, Atemstillstände im Schlaf und orthopädische Probleme. In bis zu 60% der Fälle sind, wie große Untersuchungen in verschiedenen europäischen Ländern belegen, stark übergewichtige Kinder auch als Erwachsene adipös. Für die Betroffenen erwächst hieraus ein deutlich erhöhtes Risiko für eine Vielzahl von Krankheiten, von Atherosklerose bis zu bestimmten Krebserkrankungen, und damit eine im Vergleich zur Gesamtbevölkerung verminderte Lebenserwartung. Hinzu kommen soziale Folgen wie schlechtere Ausbildungschancen, Benachteiligung im Berufsleben etc..

Die Ursachen dafür sind so einfach zu benennen wie schwierig zu ändern: Kinder essen zu viel, zu fett und sie bewegen sich zu wenig. Nicht selten geben übergewichtige Eltern ihren Lebensstil wieder an die Kinder weiter: der Kreislauf schließt sich.

Den Kampf gegen die Pfunde können Kinder und Jugendliche daher nur gewinnen, wenn die Eltern in die Umstellung der Lebensgewohnheiten mit einbezogen werden. Ernährungsumstellung und Anregung zur individuellen und insbesondere realistischen Lebensstiländerung sind die Basis für den nachhaltigen Erfolg einer Gewichtsreduktion der Kinder, in den meisten Fällen auch bei den Eltern angebracht. Spezielle Mutter-Kind-Kliniken haben Programme entwickelt, in denen Mütter/Väter & deren Kinder in einem dreiwöchigen Intensivprogramm zu einer Umstellung der Lebensgewohnheiten hingeführt werden. Eine umfassende medizinische Betreuung, Ernährungsberatung, bei der die Mütter und Kinder miteinbezogen werden und Bewegungstherapie zeigen den Patienten, wie sie auf Dauer gesünder leben können. "Von besonderer Bedeutung ist für uns, dass der ganzheitliche Therapieansatz auf eine moderate und langfristige Gewichtsreduktion abzielt," so Dr. Ingrid Kötter von der Insel Klinik Sylt.

Oftmals wissen die Patienten gar nicht, warum das Gewicht der Familienmitglieder aus der Norm fällt. Aufschlüsse bringt für viele der Besuch mit der Ernährungsberaterin in einem Supermarkt, wo die alltäglichen Einkaufsgewohnheiten unter die Lupe genommen werden. Hilfreich für die Kinder sind die Smilies bei den Gerichten am Mittagsbuffet. Schnell lernen schon die Kleinen, welche Speisen einem lachenden Gesicht zugeordnet werden, oder auf welche man besser verzichtet. Aber auch nach der Kur werden die Familien nicht alleine gelassen. Sie haben die Möglichkeit, Ernährungsprotokolle von den Diätassistentinnen auswerten zu lassen. "Wir bieten unseren Patienten ein umfassendes Programm, um die Basis für ein gesundes und aktives Leben bis ins hohe Alter zu legen" so Dr. Kötter.

Die Kosten einer Mutter/Vater & Kind-Kur werden von den Krankenkassen übernommen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Arbeitsgemeinschaft Eltern & Kind-Kliniken unter der Telefonnummer 08503 9004-0 oder www.mutter-kind.de